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Sortiment. Unser Holzlager bietet eine grosse Auswahl an unterschiedlichsten Stämmen. Farben und Jahrringstrukturen können selbst innerhalb derselben Holzart je nach Herkunft erheblich variieren. Schreiner finden bei uns einen einzelnen Stamm mit besonderem Charakter genauso wie mehrere Stämme mit gleicher Ausprägung - und zwar in konstant hoher Qualität. 

Die nachfolgende Liste zeigt beliebte Holzarten aus unserem Sortiment. Weitere Hölzer stehen zur Auswahl bereit. Unsere Spezialisten beraten Sie gerne.

Eiche

Deutsche Eiche

Herkunft: Deutschland

 

Besonderheiten. Zu den bekanntesten Vertretern der Deutschen Eiche zählt die Spessarteiche. Es handelt sich dabei mehrheitlich um über 500 Jahre alte Traubeneichen, die gemischt mit Buchen angepflanzt wurden. Die Buche als dominante Baumart zwingt die Eiche, ihre gesamte Kraft in das Höhenwachstum zu investieren. Deshalb sind die Deutschen Eichen oft lang, astarm und wenig abholzig. Selbst die vereinzelten Äste werden relativ gerade umwachsen. Das Breitenwachstum ist spärlich, was sich in feinen Jahrringen widerspiegelt. Grund dafür sind die kargen, sandhaltigen Böden. Sie sind auch verantwortlich für die helle Holzfarbe.

Deutsche Eiche

Herkunft: Deutschland

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Eiche

Burgundereiche

Herkunft: Frankreich

 

Besonderheiten. Als Burgundereichen lassen sich grosse, zylindrisch gewachsene Stämme aus reinen Stieleichenwäldern Zentralfrankreichs bezeichnen. Die lehm- und mineralhaltigen Böden fördern ein rasches Wachstum, der ständige Wind bewirkt einen unruhigen Jahrringverlauf. Einzelne in der Regel gesunde, aber grobe Äste werden typischerweise rund umwachsen. Burgundereichen besitzen einen satten beigebraunen Grundton. Oft nimmt das Spätholz eine dunkle Farbe an, weil die Gerbsäure im Nährstoffkreislauf der Bäume aufgrund der lehmhaltigen Böden kaum abfliessen kann.

Burgundereiche

Herkunft: Frankreich

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Eiche

Champagnereiche

Herkunft: Frankreich

 

Besonderheiten. In der Champagne, im Norden Frankreichs, wachsen insbesondere Traubeneichen. Die niederschlagsreiche Region ist durch die Flüsse Aube, Saine, Marne und Aisne gut entwässert. Tannine werden regelrecht aus dem Wurzelwerk ausgeschwenkt, weshalb die Eichen aus der Champagne einen helleren Farbton aufweisen als jene aus dem Burgund. Das feuchte, gemässigte Klima treibt viele kleine Äste aus. Im Schnittholz sind in der Folge typische Astansammlungen, sogenannte Katzenpfoten, erkennbar.

Champagnereiche

Herkunft: Frankreich

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Eiche

Slawonische Eiche

Herkunft: Kroatien, Ungarn

 

Besonderheiten. Slawonische Eichen wachsen entlang von Flüssen und stehen zeitweise förmlich im Sumpf. Übermässiges Grundwasser hält die Gerbsäure am Standort der Stieleichen zurück, was ein honigfarbiges Erscheinungsbild des Holzes zur Folge hat. Die Slawonische Eiche verfügt über gleichmässig grobe Jahrringe und wenig Farbunterschiede zwischen dem Früh- und Spätholz. Diese Eigenschaft ist, ebenso wie die eher kurzen und oft konisch gewachsenen Stämme, dem milden Klima zuzuschreiben.

Slawonische Eiche

Herkunft: Kroatien, Ungarn

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Buche

Naturbuche

Herkunft: Schweiz, Deutschland

 

Besonderheiten. Als Naturbuche bezeichnen wir ungedämpfte Rotbuchen weitgehend ohne Kernbildung. Aufgrund der fehlenden Dämpfung verlangt die rötlichweisse Naturbuche einerseits nach einer besonders schonenden Trocknung, insbesondere um die Rissbildung zu vermindern. Die Lufttrocknung von Buchen erfolgt idealerweise in warmfeuchten Regionen: Beliebt sind Spanien und Italien, während das Klima in der kontinentalen Schweiz eigentlich zu aggressiv ist. Andererseits ist darauf zu achten, dass ungedämpfte Buchen möglichst aus tiefen Lagen (unter 300 m ü. M.) stammen. Denn bei der Buche gilt erfahrungsgemäss: Je tiefer ihr Standort, desto weniger Spannung weist sie auf. Naturbuchen mit einem lebendigeren Erscheinungsbild finden wir im Schwarzwald.

Naturbuche

Herkunft: Schweiz, Deutschland

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Buche

Kernbuche

Herkunft: Schweiz, Deutschland

 

Besonderheiten. Die Rotbuche kann im reifen Alter, also ab rund 70 Jahren, einen Kern ausbilden. Dieser ist üblicherweise wolkig abgestuft braun gefärbt und hebt sich damit deutlich vom rötlichweissen Splintholz ab. Allerdings kann diese Farbdifferenz mit den Jahren abnehmen. Die Kernbildung sieht man der Rotbuche im Wald nicht an, und es ist bis heute nicht restlos geklärt, welche Einflüsse dafür verantwortlich sind. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Kernbildung in tieferen Lagen seltener vorkommt - und wenn doch, dann ist kaum eine dunkle, beinahe schwarze Umrandung des Farbkerns zu sehen, wie dies bei Kernbuchen aus höheren Lagen oft der Fall ist. In der Schweiz sind besonders am Jurasüdfuss ausdrucksstarke Kernbuchen zu finden.

Kernbuche

Herkunft: Schweiz, Deutschland

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Buche

Gedämpfte Buche

Herkunft: Schweiz, Deutschland

 

Besonderheiten. Gedämpfte Buche nennen wir Rotbuchen, die im frischen Zustand, d.h. spätestens zwei Wochen nach dem Einschnitt, gedämpft werden. Dabei stehen zwei Dämpfverfahren zur Wahl. Entweder taucht man den Stamm zwei Tage lang in eine beinahe kochende Wassergrube, oder man legt ihn während maximal sechs Tagen über ein dampfendes Wasserbad. Das Dämpfen befreit das Buchenholz weitgehend von inneren Spannungen, erleichtert die anschliessende Lufttrocknung und intensiviert die anfänglich weissrötliche Holzfarbe zu einem braunrötlichen Grundton. Um einen gleichmässig satten Farbton zu gewährleisten, sollten die Rotbuchen möglichst nicht aus Hanglagen stammen: Dort bildet sich oft Zugholz mit erhöhten Glukoseeinlagerungen, die sich bei dieser Thermobehandlung intensiver färben. Erfahrungsgemäss ergibt sich die optisch ansprechendste Färbung, wenn die Stämme samt Rinde gedämpft werden.

Gedämpfte Buche

Herkunft: Schweiz, Deutschland

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Esche

Kernesche

Herkunft: Schweiz, Frankreich, Deutschland

 

Besonderheiten. Der Begriff Kernesche steht nicht für eine Eschenart, sondern für eine farblich differenzierte Ausprägung zwischen Kern- und Splintholz. Während das Splintholz gewohnt weisslich bleibt, kann die Esche im reifen Alter ab rund 60 Jahren einen dunklen, meist graubraunen Kern bilden. In den Kohleförderungsgebieten der Slowakei prägt sich dieser Kern zeitweise gelb-braun-schwarz geadert aus und deutet auf die botanische Verwandtschaft mit dem Olivenbaum hin. Man spricht hier von Oliveschen. Erfahrungsgemäss bilden Eschen, die auf eher trockenen Kalkböden wachsen, die ausdrucksstärksten Kernfärbungen aus. Ausser bei der Bergesche verlaufen diese selten regelmässig entlang von Jahrringgrenzen. Im Wald sieht man einer Esche die Kernbildung nicht an. Es gibt jedoch Gebiete, in denen die Eschen offenbar zu vermehrter Farbkernbildung neigen. Dazu zählen beispielsweise die südlich gerichteten Anhöhen Ostfrankreichs.

Kernesche

Herkunft: Schweiz, Frankreich, Deutschland

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Esche

Weissesche

Herkunft: Kroatien, Rumänien, Ungarn, Frankreich

 

Besonderheiten. Besonderheiten. Die sogenannte Weissesche ist weisslich bis gelbweisslich gefärbt und bildet oft nur einen kleinen, herznahen Braunkern aus. Diese Eschenart wächst gerne in Ebenen und Auenwäldern entlang von Flussläufen mit geringer Überschwemmungsgefahr. In Rumänien und Ungarn gibt es einige wenige Reinbestände. Gerade und bis weit hinauf astfrei wachsende Eschen findet Girsberger in slawonischem Gebiet, meist als Halbschattengewächs in Buchenwäldern eingestreut. Aufgrund der flach ausgebildeten Wurzeln erscheint die Weissesche im Stockbereich ab und zu wild strukturiert. Eine feine Rinde ist oft Indiz für feine Jahrringe. Besonders gleichmässig strukturierte Lose sind in französischen Gebieten mit milden Wintern zu finden.

Weissesche

Herkunft: Kroatien, Rumänien, Ungarn, Frankreich

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Nussbaum

Französischer Nussbaum

Herkunft: Frankreich, Rumänien, Slowakei, Moldavien

 

Besonderheiten. Den sogenannten Europäischen Nussbaum bezeichnet Girsberger als Französischen Nussbaum, weil er mehrheitlich in Frankreich wächst. Teilweise ist er auch in den West- und Ostkarpaten oder auf dem Balkan anzutreffen. Charakteristisch für den Französischen Nussbaum ist seine Vielfarbigkeit, die von verschiedenen Braunüber Violett- bis hin zu Purpurtönen reicht und je nach Bodenbeschaffenheit sogar grünliche oder gräuliche Färbungen aufweist. Die schönsten Französischen Nussbäume stehen auf rund 400 m ü. M., auf der ersten Anhöhe entlang einiger Flussgebiete. Dort treiben die Nussbäume einerseits im Frühjahr später aus und sind andererseits im Winter oft von milder Luft umströmt, was das Risiko von Frostrissen verkleinert.

Französischer Nussbaum

Herkunft: Frankreich, Rumänien, Slowakei, Moldavien

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Nussbaum

Kaukasischer Nussbaum

Herkunft: Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Türkei, Griechenland

 

Besonderheiten. Nussbäume aus dem Kaukasus sind vielfach feinjährig gewachsen, mit kleinen Dornästen versehen und wild strukturiert. Die Stammlänge beträgt selten über 3 m. Das Spätholz erscheint oft schwarz und ergibt einen Kontrast zum beige bis braun gefärbten Frühholz. Dieses ausdrucksvoll gezeichnete Holz ist in seiner edelsten Ausprägung nur mit erheblichem Aufwand zu beschaffen. Die Bäume stehen nicht selten einzeln und fernab von befestigten Strassen im Vorgebirge Armeniens, Georgiens und Aserbaidschans. Milde Winde vom Schwarzen Meer lassen Kaukasische Nussbäume in gewissen Gegenden sogar frei von Frostschäden gedeihen. Vereinzelt wachsen sie auch in Griechenland, der Türkei und in Teilen des ehemaligen Jugoslawien.

Kaukasischer Nussbaum

Herkunft: Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Türkei, Griechenland

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Nussbaum

Schwarznuss

Herkunft: Ungarn, Serbien, Kroatien

 

Besonderheiten. Als Schwarznuss lässt sich der Amerikanische Nussbaum bezeichnen, der seit dem 18. Jahrhundert auch in Westeuropa kultiviert wird. Schwarznuss wurde vornehmlich entlang der Donau auf heute ungarischem und kroatischem Staatsgebiet angepflanzt, um den Grundwasserspiegel zu senken. Die fruchtbaren Böden und das relativ milde Klima begünstigen ein regelmässiges, üppiges Wachstum. Schwarznüsse zeichnen sich durch eine grossflächig ausgeprägte Kernholzbildung, eine regelmässige hell- bis dunkelbraune, selten violettbraune Farbgebung sowie astfreie, geradschaftige Stämme von bis zu 10 m Länge aus.

Schwarznuss

Herkunft: Ungarn, Serbien, Kroatien

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Kirschbaum

Waldkirsche

Herkunft: Kroatien, Bosnien, Slowenien, Frankreich, Rumänien, Schweiz, Deutschland

 

Besonderheiten. Die Waldkirsche ist eine ausgesprochene Lichtbaumart und bevorzugt ein mildes Klima sowie sandige und nährstoffreiche Böden. Waldkirschen aus südlichen Gebieten werden vielfach als regelmässiger strukturiert und farblich ausdrucksstärker empfunden. Insbesondere bei Stämmen aus kroatischen und rumänischen Laubmischwäldern, aus den Ebenen der Save und aus Teilen Bosniens ist die weitläufig geschätzte zartrötliche bis lachsfarbige Kernfärbung häufig anzutreffen. Das hellere, oft gelblichbeige Splintholz gleicht sich mit der Zeit dem Kernholz an. Dieser natürliche Prozess kann durch einefeuchte Lagerung des Rundholzes sowie eine dezente Dämpfung ein Stück weit vorweggenommen werden. Wir achten darauf, möglichst keine freistehenden Kirschbäume zu beschaffen: Deren Holz ist vielfach mit hohen Grünanteilen versehen und durch die verstärkte Kronenbildung mit feinen und schwarz verwachsenen Ästen übersät. Waldkirschen verlangen nach einer schonenden Trocknung, weil sie sich leicht werfen.

Waldkirsche

Herkunft: Kroatien, Bosnien, Slowenien, Frankreich, Rumänien, Schweiz, Deutschland

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Ulme

Feldulme

Herkunft: Deutschland, Niederlande, Slowakei, Rumänien, Österreich, Ungarn, Slowenien

 

Besonderheiten. Wie der Name sagt, wächst diese Ulmenart meist freistehend. Der Einfluss von Wind und Wetter ist denn auch verantwortlich für einen unruhigen Jahrringverlauf. Die Feldulme bildet oft viele Äste aus und dürfte unter den Ulmenarten am farbintensivsten ausgeprägt sein. Dafür sorgen die Anordnung der rötlichbraunen Poren und die glänzend wirkenden Markstrahlen im hellbraunen Frühholz sowie beinahe schwarze Adern, die auf mineralische Einflüsse beispielsweise von den kohlehaltigen Böden der Karpaten zurückzuführen sind.

Feldulme

Herkunft: Deutschland, Niederlande, Slowakei, Rumänien, Österreich, Ungarn, Slowenien

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Ulme

Bergulme

Herkunft: Österreich, Slowenien, Schweiz, Bosnien

 

Besonderheiten. Die Bergulme wächst vereinzelt bis auf 1400 m ü. M., vorausgesetzt, die Böden sind tiefgründig und nährstoffreich. Die Poren der Bergulme sind weniger sichtbar als jene der Feldulme, was zu einem ruhigeren Holzbild beiträgt. Auch der Unterschied zwischen Früh- und Spätholz besteht meist nur aus einer nuancierten Abstufung eines rostbraunen Farbtons. Physisch steht das Holz der Bergulme allerdings aufgrund der geneigten Böden vielfach unter Spannung. Diese lässt sich mit einer kurzen, intensiven Dämpfung kombiniert mit einer langen Lufttrocknung merklich abbauen. Wie alle anderen Ulmenarten ist auch die Bergulme zunehmend schwer zu beschaffen, weil ein Pilz ihre Bestände dezimiert (vgl. www.schweizerulme.ch).

Bergulme

Herkunft: Österreich, Slowenien, Schweiz, Bosnien

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Ulme

Flatterulme

Herkunft: Frankreich, Deutschland

 

Besonderheiten. Flatterulmen benötigen viel Wasser und gedeihen deswegen vorzugsweise entlang von Flüssen wie dem Rhein sowie in gemässigten Auenwäldern. Das Holz der Flatterulme ist geprägt von groben Jahrringen und weist eher geringe farbliche Unterschiede zwischen Früh- und Spätholz auf. Häufig formt die Flatterulme Strauchäste aus, ähnlich den "Katzenpfoten" bei der Champagnereiche. Dennoch wirkt das Holz insgesamt schlicht.

Flatterulme

Herkunft: Frankreich, Deutschland

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